2012 - Königsfischen
Montag, 11. Dezember 2017 - 04:40 Uhr

Königsfischen 2012 an der Naab bei Zimmern

Als ich am 15. Juli, also Sonntags in der Früh um kurz vor 4 Uhr Richtung Fischerheim fuhr, war auf den Straßen weit und breit kein anderes Auto zu sehen, bis auf das eine vor mir, welches gerade auf der Bundesstraße daherkam, als ich auf diese einbiegen wollte.

Dieses eine Auto fuhr mir genau denselben Weg vor, den auch ich einschlagen musste, und spätestens beim Einbiegen in die Straße des Fischerheims wurde mir klar: Es ist keine alte Sau um diese Uhrzeit unterwegs, außer ein paar bekloppte Angler, die zum Königsfischen fahren wollen.

Aber von eben dieser Spezies häufte sich bereits eine ordentliche Anzahl im Bereich vor dem Fischerheim. Der Bus traf auch bald ein, und so wurde mit dem Einladen der Ausrüstung begonnen. 

 

Der Stauraum, der sonst Reisegepäck für 50 Leute, die ein oder zwei Wochen unterwegs sind, zu fassen vermag, geriet dabei nahezu an seine Grenzen, als 42 Angler ihre Ausrüstung für ein paar Stunden Fischen verstauen wollten.

 

Nein, wir hatten kein Flugzeug gechartert, auch wenn das Cockpit das vermuten ließe, es war doch ein ganz gewöhnlicher Bus!!!

 

Nach ca. einer Stunde Fahrt war das Ziel erreicht, und nach einer kurzen Ansprache des Vorstands suchten sich alle einen Angelplatz. Dabei marschierten einige mehr als einen Kilometer, andere ließen sich genau am Parkplatz, mitten im Dorf nieder, wo die Altmühl auch vorbeifloss. Und um es vorweg zu nehmen, an eben dieser Stelle, keine 20 Meter zu Gehen, biss dann später auch der Siegerfisch.

 

 

 

Etwas weiter außerhalb wurde man dafür mit ein paar Flecken unberühter Natur belohnt, wo man in traumhafter Umgebung angeln konnte, auch wenn nicht überall Fische in der erhofften Größe an den Haken gingen.

 

 

 

Neben den 2 Karpfen und einer Barbe, die dann für die ersten drei Platzierungen sorgten, gingen einige gut gebaute Rotaugen an die Haken, so wie dieses Exemplar von einem gutem Pfund.

 

Nach dem Wertungsfischen und der anschließenden Abwaage des schwersten Einzelfisches eines jeden Anglers, strebten wir alle in den nahe gelegenen Gasthof "Hollerstein", um uns nach den Strapazen des Vormittages zu stärken.

 

 

 

Die nette Bedienung hatte alle Hände voll zu tun, um den Durst der wilden Angler zu stillen. Schon bald wurde dann auch das Essen ausgeliefet, welches allerhöchstes Lob verdient hat. Saulecker, um es kurz zu fassen.

 

Beim Angeln blieben wir glücklicherweise von jeglichem Regen verschont, aber kurz nach dem Mittagessen prasselte es dann doch hernieder, und so verzogen wir uns ins anliegende Bootshaus, um dort im Trockenen die Preisverleihung durchzuführen.

 

 

Andreas Lacher, der 1. Vorstand des Vereins, erhob das Wort und rief den zu krönenden Fischerkönig zu sich. Gump, alias Günther Schrenk, errang den Titel des Fischerkönigs 2012 mit dem Fang eines Karpfens von 3,95 kg. Herzlichen Glückwunsch und Petri Heil!!!

 

Da darf man sich natürlich schon freuen wie ein paniertes Schnitzel, übrigens, den Freudenschrei nach dem Keschern des Fisches hab ich auch deutlichst vernommen, obwohl ich einer von denjenigen war, die rund einen Kilometer weit gelaufen sind...

 

Neben Pokal und Königskette durfte sich Günther dann noch als Erster einen tollen Preis vom Gabentisch aussuchen.

Auf den 2. Platz angelte sich Manfred Kaltenegger mit einer Barbe von 1,80 kg. Auch dafür gab es einen Pokal und etwas vom Gabentisch.

 

Der dritte Pokalträger wurde Herbert Pöhlmann mit einem Karpfen von 1,70 kg.

 

Auf den 4. Platz folgte Walter Schrenk mit einem Brachsen von 1,45 kg.

 

August Geigant angelte sich auf den 5. Platz mit einem Brachsen von 950 g.

 

Den 6. Platz erzielte Andreas Jocham sen. mit dem Fang eines Brachsen von 900 g.

 

Den 7. Platz erangelte sich Gerald Scheidacker mit einem Rotauge von 550 g.

 

Auf den 8. Platz kam Georg Fischer mit einem Rotauge von 500 g.

 

Ein Rotauge von 350 g bescherte Rupert Schlittenbauer den 9. Rang.

 

Auf den 10. Platz angelte sich Andreas Triebenbacher mit einem Brachsen von 200 g.

 

Zum Abschluss reihten sich die drei Pokalträger zusammen mit dem 1. Vorstand nochmal am Wasser für ein Siegerfoto auf, und dann ging es ab in den Bus zur Heimreise.

 

... und kaum eine halbe Stunde gefahren, jammerten einige der sonst so gestandenen Mannsbilder eher wie die Kleinkinder nach einer Pinkelpause...

 ... aber dann haben wir es im zweiten Anlauf nun doch bis nach Hohenwart zurück geschafft, wo wir den tollen Tag in der Pizzeria eines Vereinskollegen ausklingen ließen.

Fotos und Text: GA