2013 - Zeltlager
Samstag, 16. Dezember 2017 - 19:49 Uhr

Bootstour und Jugendzeltlager 2013

Nachdem wir die vergangenen Jahre immer an einem Wochenende im Sommer unser Jugendzeltlager zusammen mit dem Jugend-Königsfischen durchgeführt hatten, wollten wir dieses Jahr die beiden Aktionen mal trennen, und mal was neues probieren.

So trafen wir uns am Samstag, den 27. Juli morgens am Fischerheim, verluden die restliche Ausrüstung, was Dank umfassender Vorbereitung am Tag zuvor nicht mehr viel war, und brachen auf zur Einstiegsstelle für Boote an der Paar, etliche Flusskilometer oberhalb unserer eigenen Fischwasserstrecke.

Es stand nämlich an diesem Tage eine Bootstour auf der Paar in großräumigen Rafting-Booten auf dem Programm, die dann am Ende des Tages im Bereich unserer Fischwasserstrecke und einem nahe an der Paar gelegenen Weiher enden sollte, wo wir dann die Nacht in Form eines Zeltlagers verbringen wollten.

Aber bis dahin gab es noch einiges zu tun und zu erleben.

Die Boote wurden abgeladen, und sogleich mit Hilfe kleiner, aber sehr leistungsfähger Elektro-Gebläse aufgepumpt.

 

Die fertig aufgeblasenen Boote wurden mit der vorgesehenen Anzahl an Schwimmwesten und Helmen beladen, ein Paddel für jeden dazu, und dann noch pro Boot ein wasserdichter Sack für persönliche Ausrüstung, die nicht nass werden sollte. 

 

Dann die kleine Böschung hinunter, alle rein, und los ging´s!

 

Unser Vorstand gönnte sich den kleinen Spaß, alle nach der Durchfahrt der ersten Brücke gleich mal mit einer Ladung Wasser aus Kanistern zu "taufen" und freute sich dabei wie ein paniertes Schnitzel!

 

Danach paddelten wir mit den drei Booten, jeweils mit ca. fünf Jungfischern und einem Betreuer besetzt, in die weite Wildnis hinein...

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Nach ein paar hundert Metern kamen wir in ein kleines, urwüchsiges Waldstück, und hinter dieser Kurve lauerte dann schon die erste Überraschung...

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...ein Wirrwar aus umgestürtzten Bäumen blockierte uns den Weg. Diese Stelle meisterten wir, indem fast alle Insassen eines jeden Bootes in die Paar sprangen, und wir die nun deutlich leichteren Boote mit Ziehen und Schieben über die auf der Wasseroberfläche quer liegenden Bäume hievten.

Das war aber nur eine von vielen angewandten Techniken, die ca. 10 Sperren durch umgestürtzte Bäume im Laufe des Tages zu überwinden. Mal kämpften wir uns drüber, mal drunter durch, mal durch ein Schlupfloch seitlich vorbei, mal konnten wir einen quer liegenden Baum losbrechen, aber auch einige Male blieb uns nichts Anderes übrig, als die Boote über das meist recht steile Ufer hinaufzuzerren, und unterhalb der Blockade wieder einzusetzten.

Manchmal war es schon anstrengend, aber doch immer ein großes Abenteuer und eine super Gaudi! Also, um nochmal auf die Wasserdusche unseres Vorstands zurückzukommen, nach ein paar hundert Metern waren die meisten von uns ja dann sowieso pitschnass! Was aber bei einem der heißesten Tage des Sommers, den wir erwischt hatten, nicht unbedingt unangenehm war!

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Die Highlights der ca. 31 Kilometer langen Tour waren zweifelsohne die vier Rauschen im Fluss. Kurz vor dem Erreichen der Schussstrecke hieß es Helm auf, und dann ging es hinunter mit Juhuuuu!!!

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Auf einer tags zuvor erkundteten Sandbank machten wir eine Erfrischungspause. Zeit zum Plantschen, im Wasser toben und einfach jede Menge Spaß haben!

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Und der nächste Schuss! Juhuuuuu!!!

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In Wangen machten wir unsere Mittagspause. Es wurden uns zur Stärkung frische Wurstsemmeln und Getränke gebracht.

Hier legte aber ein Team großen Wert auf Ordnung und Sauberkeit!

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Nach der Stärkung und dem Umsetzten der Boote unterhalb der Mühle ging es in die zweite Hälfte der Tagestour.

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Hier mal ein paar Nahaufnahmen der drei Teams in Aktion:

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Am Nachmittag, bereits im Bereich unserer eigenen Fischwasserstrecke angekommen, mussten wir die Boote von der Paar in den Freigraben umsetzten, um so eine Turbinenstufe in der Paar zu umschiffen. Unterhalb der Verbauung mündet nämlich der Freigraben dann wieder in die Paar.

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Alle mal winken zum Gruppenfoto, bevor es den malerischen Freigraben hinab ging!

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Unter einer Brücke im Gemeindebereich Hohenwart entdeckte einer unserer Matrosen eine versunkene Registrierkasse am Grunde des Freigrabens. Nach deren Bergung blieb aber der erhoffte Geldsegen aus - sie war leer....

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Weiter ging es über den Stauweiher...

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...und nochmal umsetzten in die krumme Paar. Diese ist anfangs so flach, dass wir die Boote ein paar hundert Meter ziehen mussten, aber bot dann im restlichen Verlauf eine der landschaftlich schönsten Gewässerstrecken der Tour. Bevor es weiterging natürlich mal wieder plantschen und abkühlen!

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Wenig später bekamen wir Besuch von den Eltern eines unserer Jungfischer, die auf einer Brücke auf uns warteten und uns zujubelten. Aber wie groß war erst die Freude, als sie ihre mitgebrachten Kühltaschen öffneten, und uns Eiscreme-Tüten in die Boote warfen! Das war toll! Vielen Dank an die Forsters für diese leckere Stärkung zwischendurch. Wir suchten uns die nächste ruhige Stelle zum Pausieren und ließen uns das Eis schmecken.

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Danach waren es nur noch wenige Kilometer durch einen Bereich, der uns allen durch das Angeln gut bekannt war. So plauderte man oft darüber, wo man schon mal geangelt hat, und wo einen schönen Fisch gefangen hat. Es ist schon echt super interessant, die bekannten Gewässerabschnitte mal von der Flussmitte aus zu sehen, anstatt vom Ufer aus!

Schließlich erreichten wir unsere geplante Ausstiegsstelle nahe unserer unteren Fischwassergrenze in der Nähe des Freinhausener Weihers. Zeit für eine letzte Plantsch-Runde in der Paar, um sich ein wenig sauber zu machen. Manch Kleidungsstück überlebte den Tag nicht so ganz.....

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Im Anschluss liefen wir die wenigen hundert Meter zum Freinhausener Weiher, holten den Anhänger mit der Ausrüstung für das Zeltlager aus dem Fischerheim und bauten das Lager auf. Nach dem Abendessen war noch Zeit, um ein paar Stunden in die Nacht hinein zu angeln, oder einfach nur am Lagerfeuer zu sitzen, wer von Wasser an diesem Tage endgültig genug hatte.

Am nächsten Vormittag war freies Programm für jeden eingeplant, einige fischten, andere paddelten mit den Booten noch ein paar Runden über den Weiher. Zum Abschluss grillten wir mittags, und bauten dann das Lager ab.

Dieses Wochenende hat uns allen rießigen Spaß gemacht, und wir wollen nun auch die nächsten Jahre, sofern zeitlich möglich, das Jugendkönigsfischen separat abhalten, und ein reines Gaudi-Wochenende mit irgendeiner Aktion zusätzlich durchführen.

Vielen Dank an alle, die uns in welcher Art und Weise auch immer an diesem Wochenende unterstützt haben. Nur durch die helfenden Hände in der Organsation und Durchführung wurde so eine spaßige Aktion überhaupt möglich! 

Text und Bild, wenn nicht anders angegeben: GA

Bildquelle MT: Michael Tme

Bildquelle K: Kaltnegger